Richard Nawezi: Motiviert wurde ich, als ich mich mit der Geschichte von Anton Wilhelm Amo, dem ersten renommierten afrikanischen Philosoph und Rechtswissenschaftler in Deutschland auseinander gesetzt habe, der sich mit Menschen, die in Deutschland gelebt haben und trotz ihrer Leistung nicht ernst genommen wurden, beschäftigt hat. Mit Menschen in Deutschland, die für Gleichberechtigung gekämpft haben. Für mich war die Geschichte von Amo nicht nur eine Geschichte aus der Vergangenheit, sondern auch eine Geschichte, die noch jetzt in unsere Zeit passiert. Meine Motivation ist auch die Rolle des Brückenbauers zwischen dem Kongo und Deutschland wahrzunehmen. Und nicht nur anzuschauen, was man in Deutschland macht, sondern auch welche Auswirkungen die Aktivitäten hier für das Ausland haben.