Jakob Kluge: Viele der deutsch-afrikanischen Partnerprogramme werden in Deutschland finanziert und initiiert. Entsprechend „deutsch“ sind häufig die Ideen und die aus ihnen resultierenden Projekte. Um gemeinsam etwas zu erreichen, ist es jedoch notwendig, die Partner in den afrikanischen Ländern vom ersten Moment an mit einzubeziehen, gemeinsame Ziele zu definieren und gemeinsame Lösungswege zu finden. Nur wenn beide Seiten gleichermaßen überzeugt sind, kann ein Projekt erfolgreich sein.
Das gilt für die Politiker, aber auch alle anderen, die sich für die interkulturelle Partnerschaft engagieren möchten. Erst hinhören und dann anfangen! Immer wieder habe ich das Gefühl, dass aus der Ferne – zu Hause in Deutschland – Ideen und Pläne entwickelt werden, die dann zu wenig auf die Bedürfnisse und Wünsche der Partner in den afrikanischen Ländern eingehen. Diese Energie lässt sich effizienter nutzen, indem man von Beginn an miteinander spricht.