Sarah Hanus: Dodoma ist eine der trockensten Regionen ganz Tansanias. Der Baumbestand ist knapp und da traditionell in den Haushalten mit Holzkohle gekocht wird, werden zusätzlich viele der wenigen vorhandenen Bäume gefällt. Den Tansaniern ist diese Problematik prinzipiell bewusst. Für jeden Baum, den du fällst, musst du zwei neue pflanzen, heißt es. So ganz wird die Dringlichkeit dahinter leider nicht immer deutlich, bzw. fehlt es den Menschen an Alternativen.
Ein weiterer Aspekt ist die Müllabfuhr – nämlich dass es keine geregelte gibt. Umso wichtiger ist es, gerade die kaum abbaubaren Plastikabfälle so gering wie möglich zu halten. Diese Zusammenhänge sind auch für Kinder nachvollziehbar und es ist wichtig, ihnen zu zeigen, dass auch sie mit kleinen Verhaltensänderungen etwas bewirken können. Beispielsweise nicht bei jedem Einkauf eine neue Plastiktüte zu verwenden.
Verglichen mit einem Land wie Deutschland ist die Umweltbelastung durch den Menschen in Tansania dennoch sehr gering. Entsprechend seltsam hat es sich für mich häufig angefühlt, den Menschen vor Ort etwas über Umweltschutz zu erzählen, wo ich doch aus einem Land komme, in dem viel mehr Handlungsbedarf besteht.