„Es stecken oft Fehler in unserer Qualität, aber selten Qualität in unseren Fehlern“, schließt Martial Kouderin seinen Vortrag über die internen Organisationsstandards, die die beninische Umweltorganisation CREDI-ONG in den letzten Jahren erstellt hat.
Vom 25. bis 28. März 2019 hatten die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das beninisches Büro für Jugendfreiwilligendienste Office Béninois des Services de Volontariat des Jeunes (OBSVJ) zu einem Workshop für Qualitätsmanagement im Freiwilligendienst und Jugendaustausch eingeladen.
Nach einem Mapping des OBSVJ wurden in Benin 144 zivilgesellschaftliche Organisationen erfasst, die Jugendaustausch oder Freiwilligenarbeit anbieten. Um ein Qualitätssiegel für diese Art von Austauschen zu entwickeln, bot der Workshop die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze des Qualitätsmanagements zu diskutieren.
In Ouidah trafen sich Vertreter und Vertreterinnen beninischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, die im Jugendaustausch und in der Freiwilligenarbeit aktiv tätig sind, mit dem OBSVJ, Engagement Global, der GIZ sowie Fachpersonal von Qualitätsverbünden und Qualitätssiegeln aus Deutschland und Benin.
„Die Arbeit endet nicht, wenn Qualitätsstandards erstellt wurden, sondern sie beginnt erst“, betonte Dr. Uta Wildfeuer aus Deutschland bei ihrem Vortrag über die Qualitätsmerkmale des Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA).
Amand Vignon, Direktor vom Maison de la Socité Civile erklärte die drei Stufen des beninischen Qualitätssiegels für zivilgesellschaftliche Organisationen, und Susanna Hölscher von QUIFD stellte das Qualitätssiegel für deutsche Organisationen im Freiwilligendienst vor.
Ibrahim Tchan vom Corps des Volontaires Béninois erntet viel Lob und Unterstützung für sein aktuelles Projekt, einer Online-Plattform zur Vermittlung von Freiwilligendiensten zu erstellen. Die Beispiele und der Austausch mit den Expertinnen und Experten ermöglichte es den Teilnehmenden, gemeinsam Merkmale für gute Qualität in Freiwilligendienst und Jugendaustausch in Benin zu entwickeln.
Während des dreitägigen Workshops wurde ein Katalog mit Kriterien und Indikatoren zusammengestellt, der als Grundlage für die weitere Arbeit gelten soll.