Vor einem Jahr, am 30. Juni 2016, ging die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative (DAJ) offiziell an den Start mit dem Ziel, den Austausch zwischen Jugendlichen aus afrikanischen Ländern und Deutschland auszubauen. Die Initiative stärkte bestehende Programme finanziell und konnte die Zahl der Teilnehmenden im vergangenen Jahr deutlich erhöhen. Darüber hinaus konnte die DAJ den Teilnehmenden der Programme eine Reihe von Veranstaltungen zum internationalen fachlichen Austausch anbieten.
Auch die neue Förderlinie weltwärts-Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030, die jenseits des Schulaustauschs auch Gruppen aus Sport und Kultur für einen Austausch mit entwicklungspolitischem Bildungsanteil gewinnen will, trägt bereits Früchte. Pfadfinder und junge Kulturschaffende, Umwelt-, Sport- und kirchliche Gruppen sind unter jenen, die seit Sommer 2016 das neue Angebot nutzen. Insgesamt wurden 45 Projekte beantragt, 24 davon laufen bereits und erreichen knapp 320 Menschen. Die ersten Begegnungen haben sowohl in Deutschland als auch in Kamerun und Südafrika stattgefunden.
In dem Schulaustauschprogramm ENSA konnten dank der DAJ deutlich mehr Jugendliche von Austauschen profitieren: Waren es 2015 noch 205 Jugendliche, davon 119 aus afrikanischen Ländern, kamen 2016 bereits 185 Jugendliche aus afrikanischen Ländern. Insgesamt 326 Jugendliche nutzten 2016 den Schulaustausch, 2017 sollen 500 Jugendliche von ENSA profitieren, davon gut die Hälfte aus Afrika. Gefördert wird auch der Austausch unter Lehrkräften und es werden verschiedene Maßnahmen zur Qualifikation von Lehrkräften, pädagogischem Personal und Nichtregierungsorganisationen durchgeführt.
Das Austauschprogramm ASA konnte von 2015 auf 2017 die Zahl der afrikanischen Teilnehmenden im Format ASA global mehr als verdoppeln, von 8 auf 17 Jugendliche zur Zeit (Mitte 2017).Unterstützt durch die DAJ organisierte ASApreneurs, ein Format des ASA-Programms, 2016 erstmalig eine Autumn School zu nachhaltigem Wirtschaften, an der deutsche und afrikanische Jugendliche teilnahmen. Eine zweite Autumn School findet im Herbst 2017 in Tansania statt.
Der Freiwilligendienst weltwärts konnte die Zahl der afrikanischen Teilnehmenden von 2015 auf 2016 knapp verdoppeln, von 71 auf 138 junge Menschen. Sie leisten in Deutschland in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen Unterstützung, beispielsweise wie Cane Harakuta in einem Altenheim oder wie Uerijeta Kuhanga in einer Flüchtlingsunterkunft.
Den Link zu den Interviews mit diesen beiden Freiwilligen aus Namibia finden Sie unten.