Die südafrikanische Organisation Wildlife and Environment Society of South Africa (WESSA) ist seit vielen Jahren in der Jugendbildung und im internationalen Jugendaustausch engagiert. Angesichts der durch COVID 19 ausgelösten Pandemie hat WESSA ein Einsatzteam aufgebaut, das nun von jungen Menschen selbst koordiniert wird. Das Team will Gemeinden und speziell auch jungen Leuten dabei helfen, den gesundheitlichen und sozioökonomischen Belastungen der globalen Pandemie besser zu begegnen und kreative und nachhaltige Lösungen zu finden.
Das Jugend-Einsatzteam hat folgende Aufgaben:
- Informations- und Sensibilisierungskampagnen zu COVID 19 für Jugendliche zu koordinieren,
- Online-Trainings für Jugendliche anzubieten, die in ihren Gemeinden gegen die Ausbreitung des Coronavirus arbeiten,
- mit einer Hotline die Jugendlichen zu unterstützen,
- neue Projekte und Ideen im Hinblick auf COVID 19 und andere Krisen zu entwickeln,
- mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.
Junge Menschen an die Spitze dieses Einsatzteams zu stellen und ihnen Verantwortung anzuvertrauen, fördert ihre Fähigkeiten: Sie lernen, sich Wissen anzueignen und es weiterzugeben sowie Verantwortung zu tragen. Damit wird auch die Förderung von jungen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern innerhalb der Region unterstützt.
Für all dies arbeitet WESSA eng mit dem Southern African Alumni Network (SAAN) zusammen und fördert darüber hinaus die Zusammenarbeit mit bestehenden regionalen, nationalen und kontinentalen Strukturen, zum Beispiel mit dem Jugendforum der Southern African Development Community (SADC) und der Jugendabteilung der Afrikanischen Union.
Auch SAAN hat die Pandemie genutzt, junge Menschen dabei zu unterstützen, sich innovativ zu engagieren. So hat sich die Organisation in jüngster Zeit sehr aktiv für die psychosoziale Unterstützung ihrer Mitglieder während der Pandemie eingesetzt. Unter anderem bietet sie online eine Seminarreihe an, die sich damit befasst, wie junge Menschen die derzeitige Krise als Chance begreifen und angesichts der Herausforderungen innovative Lösungen finden können. SAAN bietet zudem sachliche Informationen und praktische Ratschläge aus erster Hand für junge Menschen, deren Freiwilligeneinsätze und Austauschreisen infolge der Pandemie gefährdet und verändert wurden.
Damit sind sie im Einklang mit der Jugend- und Freiwilligenarbeit der Afrikanischen Union zu einem Vorbild für eine aktive, von Jugendlichen geführte Organisation geworden.
Die beiden Beispiele zeigen, wie Organisationen engagiert dazu beitragen sinnvolle und nachhaltige Jugendaktionen und Freiwilligenarbeit aufrechtzuerhalten – trotz der Unsicherheit, die die Pandemie in der Welt des Jugendaustauschs mit sich gebracht hat.