„Im Namen aller Organisationen des Réseau AGYI Bénin möchte ich der GIZ und Engagement Global für die Organisation dieser Partner-Matching-Konferenz danken, die ein voller Erfolg war. Trotz aller Bedenken in Bezug auf Visafragen war die Konferenz voller Energie und Leidenschaft, mit sehr engagierten, aber vor allem partizipativen und motivierenden Teilnehmenden“, so Ibrahim Tchan, Koordinatior des Réseau AGYI Bénin nach dem ersten beninisch-deutschen Partner-Matching. Vertreterinnen und Vertreter von 41 Organisationen aus Benin und aus Deutschland nahmen Anfang August an einem Workshop in Cotonou, Benin, teil.
Die Veranstaltung, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam mit dem Réseau AGYI Bénin organisiert wurde, brachte beninische und deutsche Organisationen aus den Bereichen Naturschutz, Kinder- und Jugendarbeit, interkultureller Austausch, Kultur, Wirtschaft, Bildung, Entwicklungszusammenarbeit und Frauenrechte zusammen. Ziel war es, beninische und deutsche Akteure zur Umsetzung gemeinsamer Jugendbegegnungen zu schulen.
„Bei allen Teilnehmenden zeigte sich eine hohe Motivation, Begegnungsprojekte zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Benin zu ermöglichen. Ich war sehr beeindruckt vom Engagement und der zielorientierten Arbeitsweise aller Beteiligten“, sagt Freddy Ndongbou von Engagement Global.
Neben der Beratung zu gemeinsamen Projektideen wurde die Antragstellung von außerschulischen Begegnungsprojekten im Rahmen von weltwärts erörtert. Zudem informierten und schulten Mitarbeiterinnen der Visastelle bei Engagement Global zur Überwindung von Hürden für beninische Teilnehmende, wenn diese ein Schengen-Visa für den Besuch in Deutschland beantragen.
Auf der Agenda stand neben der gemeinsamen Konzeptarbeit aber ebenso der persönliche Besuch der deutschen Organisationen bei einer zukünftigen Partnerorganisation in Benin. Dadurch konnten die deutschen Partner aus erster Hand mehr über die Bedürfnisse und Erwartungen der Beniner und Beninerinnen sowie über ihre technische Ausrüstung zur Durchführung der gemeinsamen Projekte erfahren.
Gabriele Brühl von der Brühl Stiftung zieht ein durchweg positives Fazit: „Ich habe viele neue Kontakte geknüpft, die mir bei meiner Projektarbeit in Benin in Zukunft überaus nützlich sein werden. Aber nicht nur mit beninischen Nichtregierungsorganisationen habe ich mich vernetzt, sondern auch mit vielen der deutschen Organisationen. Wir werden versuchen, die Synergien kräftig zu nutzen.“
In diesem partnerschaftlichen Sinne ist von den deutschen und beninischen Teilnehmenden geplant, gemeinsame Förderanträge zur Durchführung von Jugendbegegnungen einzureichen.
Ein besonders wichtiger Aspekt von Jugendbegegnungen und Freiwilligendiensten ist die Vor- und Nachbereitung der Teilnehmenden. Dies wird in einem Workshop vom 2. bis 4. September 2019 in Addis Ababa, Äthiopien, aufgegriffen. Neben der Abstimmung zu guten Praktiken werden dort Trainerinnen und Trainer aus Benin, Deutschland, Südafrika und Tansania gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertetern von Engagement Global und der GIZ inhaltlich auf Fragen der interkulturellen Kommunikation, der Betreuung von Gastorganisationen, der Alumni-Arbeit und der Entwicklung von Toolkits zur pädagogischen Begleitung von Jugendlichen eingehen.