Das Ziel der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) ist es, den Jugendaustausch zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland qualitativ und quantitativ zu fördern und dadurch globale Partnerschaften zu stärken. Doch wie kann die DAJ sicherstellen, dass ihre Aktivitäten zur Erreichung dieses Ziels beitragen? Wie können Partnerorganisationen in Deutschland und in den afrikanischen Pilotländern ihre Aktivitäten überprüfen und evaluieren, ob diese zu den Zielen der Initiative beitragen?
Antworten auf diese Fragen zu finden, war das Ziel eines dreitägigen Workshops vom 25. bis 27. April 2018 in Berlin. Dabei waren neben Interessenvertreterinnen und -vertretern von Freiwilligen- und Jugendorganisationen in Deutschland, Ehemaligen von Austausch- und Freiwilligendiensten, Mitarbeitenden von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), auch die Implementierungspartner WESSA, die Tanzania Youth Coalition und die Young Beninese Leaders Association.
Zunächst stellten die Implementierungspartner der DAJ in Südafrika, Tansania und Benin ihre organisationsspezifischen Rahmenpläne vor, mit denen sie zukünftig die Wirkungen ihrer DAJ-Aktivitäten überprüfen und bewerten. Darüber hinaus diente eine Reihe gemeinsam entwickelter Ziele, die der DAJ-Lenkungsausschuss im Oktober 2017 in Addis Abeba formuliert hatte, als Wegweiser. In diesem Zusammenhang betonte Maria Zandt von der GIZ Addis Abeba den Wert der Entwicklung eines geteilten Rahmens in Bezug auf die Rechenschaftspflicht und Lerneffekte innerhalb der DAJ. Nur durch ein gemeinsames Dach von Zielen und Indikatoren könnten alle Akteure erkennen, wie die Aktivitäten der Pilotphase gegebenenfalls angepasst werden müssten, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. „Unsere gemeinsamen Ziele müssen realistisch und erreichbar sein“, ergänzte Joyce Rupia-Bergstermann von Engagement Global.
Darauf aufbauend tauschten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Bedürfnisse aus, um den gemeinsamen Rahmen für das Monitoring und die Evaluierung für die Initiative als Ganzes zu entwickeln. Sie befassten sich mit der Verknüpfung der Ziele der DAJ mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und teilten ihre Sichtweisen zu einer guten Pädagogik im Jugendaustausch. Außerdem befassten sie sich mit der Rolle der DAJ bei der Unterstützung von Alumni-Engagement.
Die weitere Ausformulierung der Workshop-Ergebnisse soll als Orientierungshilfe für alle Beteiligten dienen – ohne dabei Zieldefinitionen oder Monitoring- und Evaluierungsstrukturen auf panafrikanischer, nationaler und organisationsspezifischer Ebene zu ersetzen.
Der letzte Tag des Workshops war der Vorstellung des Konzepts eines künftigen Beratungsgremiums von Akteuren des deutsch-afrikanischen Jugendaustausches und der internationalen Jugendarbeit auf deutscher Seite gewidmet. Das Gremium soll die Initiative durch seine Empfehlungen und vielfältigen Perspektiven bereichern und eine Kontrollfunktion mit Blick auf die Zielerreichung innehaben. Das Konzept sieht zudem vor, dass die Ausgestaltung des Beratungsgremiums einen engen Austausch mit dem Lenkungsausschuss der afrikanischen Partnerstruktur gewährleistet. Die Besetzung des Gremiums soll im Laufe des Jahres mit enger Beteiligung aller Partner erfolgen.